
Nach der Eröffnung durch die Moderatorin Katja Nellissen hieß der Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Prof. Dr. Günter Stock, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer willkommen. In seinem Grußwort wagte er einen Blick in die Zukunft: bis zum Jahr 2020 werden sich die weltweiten Krankheitslasten verschieben. So werden dann z.B. Herz- und Lungenkrankheiten ganz weit oben stehen, während 1990 z.B. noch Atemwegserkrankungen die Liste der weltweit am häufigsten vertretenen Krankheitsbilder anführten. Angesichts dieser Erkenntnisse sei es elementar, frühzeitig die Risikofaktoren für bestimmte Krankheiten zu erkennen und zu behandeln. Auf diese Weise könne die regenerative Medizin zu einer frühen Wiedererlangung der funktionalen Fähigkeiten beitragen.
Prof. Dr. med. Dr. h.c. Jürgen Schüttler, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. und Direktor der Anästhesiologischen Klinik, Univsersitätsklinikum Erlangen, stellte anschließend neue Trends in der Medizintechnik vor. Als Leitthemen der Zukunft identifizierte er die bildgebende Diagnostik, personalisierte Medizin, intelligente Sensorik sowie Produkt- und Prozessoptimierung.
Vor der Mittagspause diskutierten die Vertreter der drei für die Medizintechnikbranche wichtigen Ministerien Dr. Gabriele Hausdorf, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Dr. Matthias Neumann, Bundesministerium für Gesundheit und Andrea Weinert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie mit den Experten und Industrievertretern Dr. Carmen Schade-Brittinger, KKS Marbug, Dr. Dieter Dannhorn, mdt medical devices testing GmbH und Volker Schöwel von der Biotronik GmbH & Co. KG über das Verfahren der klinischen Prüfungen bei Medizinprodukten.
Während die Mittagspause viel Zeit für Gespräche bot, traten die vorab angemeldeten über 40 Teilnehmer der Matchmaking-Börse „Wissenschaft trifft Wirtschaft“ gezielt in Kontakt miteinander.
Prof. Dr. Axel Haverich stellte das Niedersächsisches Zentrum für Biomedizintechnik (NZBMT) vor. Um sich den derzeitigen und zukünftigen klinischen Herausforderungen stellen zu können, nehmen die Themen Biokompatibilität und Implantatentwicklung an Bedeutung zu. Biomedizintechnik stellt in der hannoverschen Universitätslandschaft ein hochschulübergreifendes transdiziplinäres Themenfeld dar.
Wie innovative Medizintechnik konkret zu Einsparungen in der Gesundheitswirtschaft führen kann, illustrierten Prof. Dr. Marc Kraft (TU Berlin) und Dr. Marcus Fuchs (Droege & Comp.). Sie stellten die brandneuen Ergebnisse der Studie zum Einsparpotenzial innovativer Medizintechnik vor. In der nunmehr vierten Studie wurde an ausgewählten Beispielen detailliert untersucht, wie moderne Medizintechnik-Produkte Prozesse und Kostenstrukturen verändern.
www.einsparpotenzial-medizintechnik.de
© 2010 | Impressum | E-Mail | Design by kitz.kommunikation