
Die Moderatorin Katja Nellissen begrüßte pünktlich um 10:30 Uhr die Gäste und übergab das Wort an den Staatssekretär aus dem BMBF, Prof. Dr. Frieder Meyer-Krahmer. In seinem Grußwort führte er auf, dass die Medizintechnik ein multidisziplinäres und thematisch weit gespanntes Forschungs- und Anwendungsfeld ist, welches in Deutschland durch ein hohes Innovationspotenzial und qualitativ hochwertige Entwicklungen gekennzeichnet ist. Die Fortschritte in der Medizintechnik - wie miniaturisierte Behandlungs- und Operationsverfahren, modernste Bildgebungsverfahren oder verbesserte Kommunikationsmöglichkeiten (zum Beispiel durch Telemedizin) - revolutionieren Diagnose und Therapie von Erkrankungen und bringen damit erhebliche Verbesserungen sowohl für die Patienten als auch für die weiterführende Forschung. Insbesondere sei das BMBF stolz auf den Innovationswettbewerb zur Förderung der Medizintechnik, der eine Erfolgsgeschichte ist: Seit 1999 führt das BMBF diesen Wettbewerb jährlich durch.
Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Bundesministerium für Bildung und Forschung unter
www.bmbf.de/de/1170.php.
14 Gewinnerprojekte erhielten im Rahmen der Veranstaltung vom Staatssekretär ihre Urkunden überreicht. Informationen zu den Projekten erhalten Sie unter folgendem Link:
www.bmbf.de/de/13119.php.
Zum Abschluss des Vormittags zeigte Prof. Dr. Thomas Schmitz-Rode (RWTH Aachen) auf, dass die Förderung durch den Innovationswettbewerb Medizintechnik ein wirkliches Sprungbrett für eine Entwicklung sein kann.
Das BMBF reagierte mit der Beauftragung einer Studie zu den „Innovationshürden in der Medizintechnik“. Die ersten Ergebnisse stellte Dr. Cord Schlötelburg (VDI/VDE Innovation + Technik GmbH) vor. Die Gesamtanalyse besagt, dass keine gravierenden Hürden für innovative Medizintechnik in Deutschland feststellbar sind, die nicht im bestehenden System überwunden werden könnten. Jedoch wurden zwei Engpässe aufgezeigt: die Phase der klinischen Forschung und Validierung sowie die Überführung in die Kostenerstattung der Gesetzlichen Krankenversicherung. In der anschließenden Diskussionsrunde „Hürden gemeinsam überwinden“ stand die Zusammenarbeit zwischen Forschungsanstalten und der Industrie im Mittelpunkt.
Die Mittagspause bot viel Zeit für Gespräche untereinander und die Matchmaking-Börse „Wissenschaft trifft Wirtschaft“ sorgte für gezielte Kontaktaufnahme unter den vorab angemeldeten Teilnehmern.
Ein Gong läutete den zweiten Block des Tages ein, der mit der Vorstellung der Ergebnisse der Studie zum Einsparpotenzial innovativer Medizintechnik durch Prof. Dr. Marc Kraft (TU Berlin) und Dr. Björn Schlosser (Droege & Comp.). In der nunmehr dritten Studie wurde an ausgewählten Beispielen detailliert untersucht, wie moderne Medizintechnik-Produkte Prozesse und Kostenstrukturen verändern.
Die Entwicklungen im Medizintechnikbereich basieren nicht nur auf den „bahnbrechenden“ Innovationen, sondern sogenannte „Schrittinnovationen“ verbessern Diagnostik und Therapie Stück für Stück. Prof. Dr. Hans-Peter Busch aus dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Trier machte durch seinen Vortrag sichtbar, wie sich die bildgebende Diagnostik in den letzten Jahren rasant entwickelt hat. Welche Fortschritte durch die ständige Weiterentwicklung der kardialen Resynchronisation Jahr für Jahr dem Patienten zu Gute kommen, das berichtete Prof. Dr. Dietrich Andresen aus dem Vivantes Klinikum in Berlin „Am Urban“.
Zum Ausklang des mit so vielen spannenden Informationen gefüllten Tages stand noch eine Diskussionsrunde auf der Agenda. Das Besondere an dieser Abschlussrunde „ Medizintechnik braucht Partner“ war die Beteiligung aller drei für die Medizintechnik wichtigen Ressorts der Bundesregierung. Franz Knieps, Bundesministerium für Gesundheit, Harald Kuhne, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Volker Rieke, Bundesministerium für Bildung und Forschung, diskutierten mit Ulrich Krauss, SPECTARIS, Dr. Meinrad Lugan, BVMed, Dr. Beyer, ZVEI, sowie Dr. Thomas Becks, VDE, über die Ergebnisse der beiden Studien und die derzeitige wirtschaftliche Lage in der Medizintechnikbranche.
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